Einbrecher nutzen die frühe Dunkelheit: Polizei startet kantonsweite Aktion

(Kanton Bern BE). Am kommenden Montag findet der diesjährige Tag des Einbruchschutzes statt.

Mit kantonsweiten Präventionsaktionen sensibilisiert die Kantonspolizei Bern für mehr Sicherheit in der dunklen Jahreszeit. Dabei gilt ganzjährig: Fenster und Türen immer abschliessen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Anlass: Tag des Einbruchschutzes 2026
  • Datum: Montag, 26. Oktober 2026
  • Ort: Verschiedene Standorte im Kanton Bern
  • Organisation: Kantonspolizei Bern
  • Nationale Kampagne: „Einbruch in Sicht?“ der Schweizerischen Kriminalprävention
  • Hintergrund: Erhöhtes Einbruchrisiko während der dunklen Jahreszeit
  • Wichtigste Empfehlung: Fenster und Türen immer abschliessen
  • Polizeinotruf bei Verdacht: 117

Nationale Kampagne „Einbruch in Sicht?“

Anlässlich des Tages für Einbruchschutzes wird die Bevölkerung am Montag, 26. Oktober 2026 für das Vorgehen von Einbrecherinnen und Einbrechern sensibilisiert. Unter dem Slogan „Einbruch in Sicht?“ hat die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) in diesem Jahr eine nationale Kampagne zum Schutz vor Einbruchdiebstahl lanciert, welche die Kantonspolizei Bern unterstützt.

Polizei führt im ganzen Kanton Präventionsaktionen durch

Am Tag nach der Umstellung auf die Winterzeit führt die Kantonspolizei Bern an verschiedenen Standorten im ganzen Kanton Präventionsaktionen durch. Erfahrungsgemäss nehmen Einbruchdiebstähle in der dunklen Jahreszeit zu, weil die früh einsetzende Dämmerung es Einbrecherinnen und Einbrechern erleichtert, unbemerkt zu bleiben und es für sie einfacher macht zu erkennen, ob jemand zuhause ist oder nicht.

Beleuchtung und aufmerksame Nachbarn können Einbrüche verhindern

Um das Risiko eines Einbruchdiebstahls zu minimieren, empfiehlt die Kantonspolizei Bern insbesondere in den Wintermonaten Massnahmen, die eine bewohnte Wohnung signalisieren – etwa durch den Einsatz von Zeitschaltuhren oder gezielte Beleuchtung. Eine aktive Nachbarschaft hilft, Einbrüche zu verhindern: Informieren Sie Ihre Nachbarinnen und Nachbarn über Ihre Abwesenheit und bitten Sie, den Briefkasten zu leeren. Werden im Haus, im Treppenhaus oder im Quartier verdächtige Personen bemerkt, sollte dies umgehend der Polizei gemeldet werden.

Fenster und Türen immer abschliessen – auch bei kurzer Abwesenheit

Die wichtigste Massnahme bleibt aber das ganze Jahr über dieselbe: Fenster und Türen immer abschliessen – nicht nur bei längeren, sondern auch kurzen Abwesenheiten und selbst wenn Sie zuhause sind! So können auch sogenannte Einschleichdiebstähle verhindert werden.


Tag des Einbruchschutzes 2026 – Hintergrund

Am Montag, 26. Oktober 2026, führt die Kantonspolizei Bern im ganzen Kanton Präventionsaktionen durch. Der Aktionstag findet unmittelbar nach der Zeitumstellung vom Sonntag, 25. Oktober 2026, statt.

Mit dem Wechsel auf die Winterzeit wird es am Abend nach der Uhr früher dunkel. Gerade in der Dämmerung lässt sich von aussen oft leichter erkennen, ob ein Haus oder eine Wohnung bewohnt wirkt.

Die nationale Kampagne „Einbruch in Sicht?“ der Schweizerischen Kriminalprävention soll die Bevölkerung auf typische Einbruchsrisiken und einfache Schutzmassnahmen aufmerksam machen.

Wichtig für Besucherinnen und Besucher: Die Medienmitteilung nennt keine konkreten Aktionsstandorte oder Uhrzeiten. Diese sollten vor einem Besuch bei der Kantonspolizei Bern erfragt werden.


Polizei.news informiert | Praktischer Einbruchschutz

Der 5-Minuten-Sicherheitscheck für Ihr Zuhause

Einbruchschutz beginnt mit kleinen Gewohnheiten. Prüfen Sie vor dem Verlassen Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses die folgenden Punkte. Die Hinweise orientieren sich an den Empfehlungen der Schweizerischen Kriminalprävention und der Schweizer Polizeikorps.

1. Alle Zugänge kontrollieren
Sind Haustür, Wohnungstür, Kellerfenster, Balkon- und Terrassentüren richtig verschlossen? Auch gekippte Fenster bieten keinen ausreichenden Einbruchschutz.

2. Abends Anwesenheit signalisieren
Mit einer Zeitschaltuhr oder einer geeigneten smarten Beleuchtung lassen sich einzelne Lampen auch bei Abwesenheit einschalten. Unterschiedliche Schaltzeiten wirken natürlicher als eine durchgehend eingeschaltete Lampe.

3. Keine Schlüssel im Freien verstecken
Unter Fussmatten, Blumentöpfen oder Steinen sind Ersatzschlüssel nicht sicher. Besser ist eine vertrauenswürdige Person, die einen Ersatzschlüssel aufbewahrt.

4. Die Nachbarschaft einbeziehen
Bitten Sie bei längerer Abwesenheit eine vertraute Nachbarin oder einen Nachbarn, den Briefkasten regelmässig zu leeren und nach dem Rechten zu sehen.

5. Abwesenheit nicht öffentlich ankündigen
Veröffentlichen Sie Ferienbilder oder Reisepläne möglichst nicht in Echtzeit auf öffentlich zugänglichen Social-Media-Profilen.

Welche Nachrüstung bringt besonders viel?

Neben der richtigen Nutzung von Türen und Fenstern sind mechanische Sicherungen wichtig. Zusätzliche einbruchhemmende Beschläge und fachgerecht montierte Schutzvorrichtungen können das gewaltsame Öffnen erschweren.

Aussenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern kann dunkle Zugangsbereiche besser sichtbar machen. Sie ersetzt allerdings keine gut gesicherten Türen und Fenster.

Was tun bei verdächtigen Beobachtungen?

Wenn Sie einen möglichen Einbruch beobachten oder verdächtige Geräusche aus einer fremden Wohnung hören, alarmieren Sie die Polizei unter 117. Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr und versuchen Sie nicht, mutmassliche Täter anzuhalten.

Wenn bereits eingebrochen wurde: Betreten Sie die Räume möglichst nicht, falls die Täterschaft noch anwesend sein könnte. Informieren Sie die Polizei und verändern Sie am Tatort so wenig wie möglich, damit Spuren gesichert werden können.

Weitere Hinweise finden Sie bei Polizeinews Prävention und in der Rubrik Einbrüche auf Polizeinews.ch.

 

Quelle: Kantonspolizei Bern
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Bern