Achtung, Wildwechsel! Nach der Zeitumstellung steigt das Risiko für Unfälle mit Wildtieren

(Zürich ZH). Am Sonntag, 25. Oktober 2026, werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt.

Mit der Umstellung auf die Winterzeit steigt auch das Risiko für Wildunfälle, wie die Stadt Zürich in einem Facebook-Beitrag aufmerksam macht.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zeitumstellung: Sonntag, 25. Oktober 2026
  • Uhren: Um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückstellen
  • Gefahr: Erhöhtes Risiko für Wildunfälle im Berufsverkehr
  • Besonders gefährdet: Strassen an Wäldern, Feldern und Wildwechselstellen
  • Hauptaktivität vieler Wildtiere: Morgen- und Abenddämmerung
  • Bei Wildunfällen: Anhalten, Unfallstelle sichern und Polizei unter 117 verständigen

Rehe und andere Wildtiere kreuzen häufiger den Berufsverkehr

Die Stadt Zürich schreibt auf Facebook:

«Am Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Damit steigt auch das Risiko für Wildunfälle: Der Berufsverkehr fällt wieder vermehrt in die Dämmerung, wenn Rehe und andere Wildtiere besonders aktiv sind.

Wisst ihr, wie ihr bei einem Unfall mit einem Wildtier vorgehen müsst? Mehr dazu erfahrt ihr im Beitrag.»



Warum die Zeitumstellung das Unfallrisiko erhöht

Am Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit in der Schweiz. Die Uhren werden um 3 Uhr nachts auf 2 Uhr zurückgestellt. Damit wird es nach der Uhr am Abend eine Stunde früher dunkel.

Für viele Pendlerinnen und Pendler bedeutet das: Der Heimweg fällt wieder häufiger in die Dämmerung. Genau dann sind Rehe und andere Wildtiere besonders aktiv und überqueren auf der Nahrungssuche Strassen.

Vor allem an Waldrändern, auf Landstrassen und bei bekannten Wildwechselstellen ist deshalb erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.

POLIZEI.NEWS INFORMIERT | WILDUNFÄLLE VERMEIDEN

Plötzlich steht ein Reh auf der Strasse – was jetzt?

Ein dunkler Strassenabschnitt, wenig Verkehr – und plötzlich taucht ein Reh im Scheinwerferlicht auf. Wer jetzt falsch reagiert, riskiert einen schweren Unfall. Die folgenden Regeln helfen, gefährliche Situationen besser zu bewältigen.

25.10.
Zeitumstellung 2026
1 Std.
früher dunkel am Abend
117
Polizeinotruf bei Wildunfällen

So reagieren Sie, wenn ein Wildtier auftaucht

1. Sofort Tempo reduzieren: Besonders bei Wildwechsel-Warnschildern und an Waldrändern sollten Sie so fahren, dass Sie auf plötzlich auftauchende Tiere reagieren können.

2. Abblenden und gegebenenfalls hupen: Fernlicht kann Wildtiere blenden und irritieren. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit und versuchen Sie nötigenfalls, das Tier durch Hupen zu verscheuchen.

3. Mit weiteren Tieren rechnen: Ein Reh kommt selten allein. Ist eines über die Fahrbahn gelaufen, können weitere folgen.

4. Keine riskanten Ausweichmanöver: Wenn eine Kollision unmittelbar bevorsteht, kräftig bremsen, das Lenkrad festhalten und die Fahrspur möglichst beibehalten. Ein unkontrolliertes Ausweichen kann zu einem Zusammenstoss mit dem Gegenverkehr oder mit einem Baum führen.

Nach einem Zusammenstoss

Wildunfall: Diese fünf Schritte sind entscheidend

1. Sicher anhalten: Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und halten Sie an einer möglichst sicheren Stelle.

2. Unfallstelle absichern: Tragen Sie eine Warnweste und stellen Sie das Pannendreieck auf, soweit dies gefahrlos möglich ist.

3. Polizei unter 117 verständigen: Ein Wildunfall muss unverzüglich gemeldet werden – auch wenn das Tier nach der Kollision davonläuft oder am Auto kein Schaden zu sehen ist.

4. Verletztes Tier nicht anfassen: Nähern Sie sich dem Wildtier nicht und versuchen Sie nicht, es einzufangen. Verletzte Tiere können aus Angst unberechenbar reagieren.

5. Auf Fachpersonen warten: Merken Sie sich den genauen Unfallort und, falls das Tier geflüchtet ist, seine Fluchtrichtung. Polizei und Jagdaufsicht organisieren die notwendigen weiteren Schritte.

Das Tier läuft weg – warum Sie trotzdem die Polizei rufen müssen

Ein Reh kann nach einer Kollision noch flüchten, obwohl es schwer verletzt ist. Die Jagdaufsicht kann mithilfe der Angaben zum Unfallort und zur Fluchtrichtung eine Nachsuche veranlassen. So lässt sich verhindern, dass ein verletztes Tier unbemerkt leidet. Wer einen Wildunfall nicht meldet, macht sich strafbar.

Auch für die Versicherung ist die Meldung wichtig

Die zuständigen Fachpersonen können eine Unfallbestätigung ausstellen. Diese wird häufig für die Schadenabwicklung mit der Fahrzeugversicherung benötigt. Fotografieren Sie allfällige Schäden, sofern das gefahrlos möglich ist, und klären Sie die Deckung mit Ihrer Versicherung ab.

Mehr praktische Hinweise finden Sie bei Polizeinews Prävention und aktuelle Meldungen aus der Stadt Zürich bei Polizeinews Stadt Zürich.

 

Quelle: Stadt Zürich / Polizei.news
Bildquelle: Stadt Zürich